Physikalische Techniken, Maßnahmen

und Methoden

▪ Klassische Massage
Das Massieren ist eine Jahrtausend alte Technik zur Vorbeugung und Behandlung von Beschwerden und Erkrankungen im Bereich des Bewegungsapparats. Mit Hilfe bestimmter Massagetechniken können aber auch erkrankte innere Organe günstig beeinflusst werden. Die klassische Massage ist die bekannteste und am weitesten verbreitete Massageform.

▪ Bindegewebsmassage
Die Bindegewebsmassage ist eine spezielle Form der Reflexzonenmassage. Man geht davon aus, dass bei Erkrankungen der inneren Organe und des Bewegungsapparates eine Dysbalance der Spannungen und eine Störung des Stoffwechsels der Subkutis entsteht. Alle Gewebsabschnitte mit einer veränderten Spannung oder einer Verklebung werden mit einer besonderen Technik gereizt, bis ein Spannungsausgleich hergestellt ist. Durch die Bindegewebsmassage sollen auch Organe im Körperinnern beeinflusst und deren Funktionen verbessert werden.

▪ Manuelle Lymphdrainage
Mit Hilfe der manuellen Lymphdrainage soll der Rückfluss von gestauter Flüssigkeit über die Lymphgefäße in die Blutbahn gefördert werden. Die Lymphe verfügt über keine eigene Pumpe, sondern ist an den Druck des Blutsystems gekoppelt. Daher dauert es manchmal ein wenig, bis die Schadstoffe im Blut abtransportiert werden. Mit einer manuellen Lymphdrainage kann dieser Prozess beschleunigt werden. Dabei wird von außen mit streichenden, kreisenden Bewegungen der Fluss der Lymphe angeregt.

▪ Fußreflexzonenmassage
Bei der Fußreflexzonenmassage werden spezielle Bereiche der Fußsohle, die so genannten Reflexzonen, massiert. Diese Zonen werden bestimmten Organen zugeordnet, die durch die Fußreflexzonenmassage positiv beeinflusst werden, sodass Erkrankungen gelindert werden. Grundlage der Therapie ist die Vorstellung, dass die so genannte Lebensenergie in bestimmten Bahnen im Körper fließt.

▪ Unterwasserdruckstrahlmassage (UWM)
Die UWM ist eine mechanische Behandlung der Haut und der darunter liegenden Gewebe, vor allem der Muskeln, durch einen starken Wasserstrahl in einem warmen Spezialbad. Der Druck des Wasserstrahls kann bis zu 3 bar und seine Temperatur bis zu 60°C betragen. Die Knetwirkung auf den Muskel ist größer als bei der Handmassage (Massage), das warme Wasser hat zusätzlich einen entspannenden Effekt. Die Unterwasserdruckstrahlmassage hilft bei Beschwerden nach Verletzungen und bei Muskelschmerzen aufgrund von Verschleißerscheinungen an Gelenken und Wirbelsäule. Darüber hinaus wird sie bei Gelenkversteifungen, aber auch bei Lymphstauungen (in Zusammenhang mit Krampfadern) eingesetzt.

▪ Wärmetherapie (Fango, Rotlicht)
Wärme ist eine unterstützende und vorbereitende Maßnahme für die krankengymnastische und physikalischen Behandlungen. Durch Wärme wird der Stoffwechsel im Körper angeregt. Der Tonus bei stark verspannter Muskulatur wird gesenkt. Durch die Durchblutungssteigerung wird der Transport von Sauerstoff, Nährstoffen, Antikörpern und der Abstrom von Zerfallsprodukten des Stoffwechsels mobilisiert. Die bekanntesten Methoden sind Heiße Rolle, Fangopackungen und Heißluft/Rotlichttherapie.

▪ Kältetherapie (Eisbehandlungen, Kaltluft)
Neben der schmerzlindernden und abschwellenden Wirkung bei akuten Verletzungen wie Zerrungen oder Prellungen wird Kälte auch bei Überlastungssymptomatik wie z. B der Sehnenscheidenentzündung oder Schleimbeutelentzündungen eingesetzt. Einen großen Stellenwert hat die Kältetherapie in der Behandlung entzündlicher Gelenke bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises. Kurzzeitanwendung mit Eis bewirkt eine Stimulation von Muskelaktivität (Muskulatur) und wird zur unterstützenden Behandlung von Lähmungserscheinungen angewendet.

▪ Elektrotherapie
Die Elektrotherapie ist die therapeutische Anwendung von verschiedenen Stromformen mit dem Ziel der Durchblutungsförderung, Entzündungshemmung, Schmerzlinderung oder Aktivierung von Muskelaktivität. Die Elektrotherapie kommt zum Einsatz bei akuten oder chronischen Schmerz- und Entzündungsformen unterschiedlicher Ursache, bei schlaffen oder spastischen Lähmungserscheinungen und zur Aktivierung geschwächter Muskulatur. Sie wird häufig in Kombination mit aktiven Therapieformen der Krankengymnastik eingesetzt.

▪ Hydroelektrische Bäder verschiedener Art
Stangerbad sowie Zwei- bzw. Vierzellenbad sind hydroelektrische Bäder, bei dem der Körper in aufsteigender oder absteigender Richtung von Strom durchflossen wird. Es zeigen sich positive Wirkungen auf Nervenfasern und Muskelspannungen. Hydroelektrische Bäder fördern die Durchblutung, wirken schmerzdämpfend und regulieren den Muskeltonus. 




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